Schaust du zu viel nachrichten?


Halt dich fest, verschlucke dich nicht an deinem Kaffee: Ich lese keine Nachrichten. Ich schaue keine Nachrichten.

Und das seit Jahren. 

Und was ist mit Corona?

Selbst in Zeiten von Corona macht es keinen Sinn vor dem Fernsehr zu kleben.


Ja, Corona ist ernst.


Aber es reicht sich alle zwei, drei Tage zu informieren. Aber bitte nicht von Bild.de


Es macht Sinn sich die Hände zu waschen. Und es macht Sinn Großveranstaltungen zu meiden. Aber es macht absolut keinen Sinn sich verrückt zu machen.


Aber ob es jetzt einen neuen Fall in Sevilla gibt oder Trump das Virus leugnet, oder ein Fußballer jetzt auch das Virus hat.


Es beeinflusst dein Leben nicht, doch dazu später mehr.

Aber wir müssen doch informiert sein!

Falls du noch nicht weggeklickt hast, möchte ich dich heute anregen darüber nachzudenken, ob Nachrichten lesen / schauen, wirklich zum guten Leben beiträgt. 

Jedes Mal, wenn ich das Thema irgendwo anschneide, bekomme ich den Einwand: "Aber man muss doch informiert sein!"

Ja, ich glaube man sollte wissen, was in der Welt vor sich geht. Aber ich glaube auch, dass die traditionellen Nachrichten (egal ob offline oder online) nicht die richtige Quelle dafür sind. 

Warum? Hier sind fünf von vielen Gründen:

1. Die Aufgabe der Nachrichten: Informieren? Verkaufen!

Nachrichten, egal ob Zeitungen oder Internetseiten verdienen Ihr Geld über Anzeigen.

Klar, du kaufst deine Tageszeitung, aber der Betrag ist verschwindend gering im Vergleich mit den Werbeeinnahmen. Unternehmen, die in Tageszeitungen oder Nachrichtenportalen werben, möchten, dass so viele Augen wie möglich Ihre Anzeige sehen.

Und wie kriegt man Leute dazu die Nachrichten zu kaufen oder länger auf einer Seite zu bleiben? Richtig, mit Drama! Mit schlechten Nachrichten.Und dieser negativity Bias führt zum zweiten Punkt.

2. Nachrichten sind zu negativ!

Es gibt viel weniger Flugzeugabstürze oder Hai Angriffe, als wir denken. Niemand berichtet über die tausenden erfolgreichen Starts und Landungen überall auf der Welt. Und dennoch ist manchen (inklusive mir) mulmig im Flugzeug.

Als ich durch den Iran oder durch Pakistan gereist bin, wurde ich nicht entführt und auch nicht enthauptet. Ergo habe ich es nicht in die Nachrichten geschafft. Für die wunderbaren Momente und die horizonterweiternde Gastfreundschaft interessierte sich niemand. 

3. Nachrichten schaffen ein zu schlechtes Bild von der Welt

Glaubt man den Nachrichten geht die Welt den Bach hinunter.

Hier in Australien wohne ich neben einem ausgewanderten Franzosen. Claude sein Name. Claude ist kinderloser Rentner. Eine bewusste Entscheidung. Kinder in diese Welt zu bringen? Wenn man den Nachrichten folgt, wie Claude (geschätzt 4 Stunden am Tag), dann kann man dem nur Nickend zustimmen. Aber ist es wirklich so schlimm?

Steve Pinker hat in seinem Ted Talk eine andere Meinung. Analysiert man so ziemlich jede Statistik, die nur annähernd mit dem Menschlichen Wohl zu tun hat, dann war die Welt nie besser als jetzt.

Verrückt oder, Claude?

4. Nachrichten inspirieren keine Veränderung

Nachrichten lieben es ein Bild der Machtlosigkeit zu erschaffen. Beispiel gefällig? Die Buschfeuer in Australien.


Diese Feuer waren zweifelsohne eine Katastrophe. 
Haben diese Feuer über die jeden Tag berichtet wurde zu Veränderung beigetragen? Und ich rede nicht von der Politik sondern vom Everyday Kangaroo Joe?

 

Die meisten Leute hier sind sich einig, dass der Klimawandel zumindest mal nicht hilft.. Und so sitzt Joe vor dem Fernsehr, sieht den Busch brennen, mampft sein Steak bevor er mit seinem fetten SUV zur Arbeit fährt.

5. Die Nachrichten haben kein Einfluss auf dein Leben

Bei so vielen Menschen in unserem Land, in Europa und auf der Welt wird es immer Unglücke und Dramen geben.

Es ist Statistik.

Es gibt furchtbare Unfälle mit Toten und Verletzten. Es wird immer Familiendramen geben. Anschläge. Epidemien. 


Du kannst nichts daran ändern!


Alles wird dramatisiert. Alles wird hochgekocht. Es ist immer das Ende in Sicht. 


Ob Donald Trump wieder etwas getweetet hat, oder der eine oder der andere Politiker an der Macht ist. Es hat in den seltensten Fällen eine Auswirkung auf dein Leben.

Fazit

Sei ehrlich: Wann haben die Nachrichten, zum letzten Mal wirklich dein Leben beeinflusst oder dein Leben verändert?


Wenn ich zurückdenke fällt mir nichts ein. Es gibt Menschen die mein Leben verändert haben, oder Bücher, oder Erlebnisse... Aber Nachrichten? Zero. Null. Überhaupt nicht.


Dennoch ist es gesellschaftlicher Konsens, dass wir sie uns jeden Tag zumuten. 


Was ist mit den wirklich wichtigen Dingen:

Zeigen dir die Nachrichten, wie du ein gutes Leben führen kannst? Wie du ein besserer Freund oder Partner bist?

Wie du weniger Zeit vergeudest?

Wie du vergibst?

Wie du gesünder lebst?

Nachrichten ziehen mich runter. Nachrichten machen mich traurig. Nachrichten helfen mir nicht ein besserer Mensch zu sein.


Deswegen lasse ich es. Für immer.


Adios Nachrichten. 


Ich bin mir sicher ihr kommt ohne mich zu recht.

Wo informiert ihr euch?

Nochmal: Ich glaube wir sollten uns informieren. Wir sollten wissen, was in der Welt vor sich geht.


Deswegen meine Bitte:

Wo gibt es qualitativ hochwertigen Journalismus?

Mit Hintergründen?

Schreibt es mir in die Kommentare!

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  • Regina sagt:

    Lieber Stefan, da Stimme ich dir voll und ganz zu. Nachrichten ziehen uns runter. Lösen Angst und Depressionen aus. Man fühlt sich den Dingen hilflos ausgeliefert. Man verliert den Glauben an das Gute. Deshalb höre, lese und schaue ich keine Nachrichten mehr. Ich will mit eigenen Augen sehen, möchte mich auf mein Bauchgefühl verlassen und mir nicht von vorne herein schon alles schlecht reden lassen.
    Vielen Dank für deine Freitagsmails. Sie bestärken mich im positiven Sinne.
    Liebe Grüsse, Regina

    • Stefan sagt:

      Hi Regina,
      Schlecht reden lassen – das kenn ich auch nur zu gut.
      In Australien sind es Schlangen, im Iran Terroristen und in den USA ist es Trump.

      Viele Grüße
      Stefan

  • Jürgen L. sagt:

    Guten Morgen Stefan, vielen Dank fur deine Freitag-Mails und deine ungebrochen positive Einstellung zum Leben und den Menschen. Das ist es, was die Welt dringend braucht und mit hilft es, immer wieder zurück auf diesen Weg zu gelangen, danke an dich
    Liebe Grüße Jürgen

  • Margit sagt:

    Danke. Stimmt mal wieder alles, was du schreibst. Bitte behalte die Freitagsmails bei, auch wenn es nicht jeden Freitag klappt. Sie sind einfach zu wertvoll, sprechen mich absolut an. Das letzte Freitagsmail lese ich immer wieder. Es passt auf meine persönliche Situation und hilft mir deshalb. Also, danke!!!

    • Stefan sagt:

      Hi Margit,

      das freut mich wirklich sehr zu lesen.
      Dieses Mal versuche ich die Kette wirklich nicht zu brechen.
      Es tut mir selbst auch sehr, sehr gut hier zu schreiben

      Viele Grüße
      Stefan

  • Harald sagt:

    Hi Stefan, ich mache es genau so wie Du, fahre sehr gut damit, da Du jeden Augenblick selbst entscheiden kannst, womit Du Deine begrenzte Zeit verbringen kannst, die sog. NEWS auf dem leider oft verbreiteten Niveau sind es sicher nicht. Als ich neulich einen Bekannten in der Sauna traf, und es losging mit „Der Amerikaner..hast Du die Nachrichten nicht gesehen, dann das Zugunglück… O Gott, O Gott?“ Meinte ich nur: „Geh raus Holz spalten, das bringt Dir mehr.“ und saß einem verdutzten Gesicht gegenüber. Na ja..
    Also wenn jemand Vorschläge für eine wirklich gute Nachrichtenseite hat, dann würde ich mir das auch ggf. mal gerne anschauen.
    Danke für Deine Freitags-Anregungen! 🙂
    Harald

  • Yvonne sagt:

    Lieber Stefan,
    auch ich stimme Dir im Großen und Ganzen zu. Allerdings entscheidet auch der Empfänger der Nachricht, wie sie auf ihn wirkt, wie sehr er sich mit Katastrophen in eine eigene Katastrophenempfindung manövrieren lässt. Ich habe bei mir persönlich den Eindruck, hinter den schlechten Nachrichten das Gute nicht zu vergessen. Und mich inspirieren Nachrichten (in geringen Dosen!) durchaus. Beispiel: überfüllte Flüchtlingscamps in Griechenland sind eine schlimme Nachricht. Die Menschen müssen stundenlang für Essen anstehen. Aber ich sehe in den Bildern auch, dass da Menschen sind, die das Essen austeilen. Dass da Ärzte sind, die Kranke behandeln. Es motiviert mich, Ärzte ohne Grenzen zu unterstützen, an einer Menschenrechtsdemo teilzunehmen oder mich ehrenamtlich zu engagieren, damit die Integration derer klappt, die zu uns gekommen sind. Natürlich erfährt man oft einseitige, reißerische Dinge, doch für mich beinhaltet beispielsweise die klassische Tagesschau einen guten Kurz-Überblick über was gerade so Sache ist und es entspricht einfach meinem Naturell, mich nicht hineinzusteigern sondern eher zu hinterfragen: Ist das morgen/nächstes Jahr noch wichtig? Und manche Themen sind es und dann ist es mir auch wichtig, dass diese öffentlich auftauchen und uns z.B. zeigen, dass es sich lohnt und an der Zeit ist, sich persönlich in der Gesellschaft einzubringen (ich meine Themen wie Umweltschutz, Rechtsruck… die uns hier konkret betreffen). Auch Organisationen wie Campact, die beobachten, was auf politischer Ebene so geschieht, sind in meinen Augen eine geeignete Quelle für eine „einseitige“ Information. Wenn mich ein Thema berührt, kann ich es weiter verfolgen, wenn nicht, dann weg damit….
    Vielen Dank für Deine Freitagsmails!
    Liebe Grüße, Yvonne

    • Stefan sagt:

      HI Yvonne,

      da gebe ich dir Recht und das ist auch die gesellschaftliche Aufgabe der Medien.
      Ich bin mir aber auch sicher, dass wenn man einmal in der Woche die Tagesschau schaut nichts verpasst.

      Ich glaube vielen Menschen fällt es schwerer zu differenzieren. Oder sie lassen sich unterbewusst beeinflussen.

      Viele Grüße
      Stefan

  • Christian sagt:

    Hallo Stefan, ich finde Deinen Artikel sehr gut. Ich versuche auch schon seit Jahren keine oder wenig Nachrichten zu lesen. Ich bin ganz Deiner Meinung. Die Medien wollen uns Angst machen. Angst verkauft Versicherungen, Altersvorsorge und andere Aspekte unseres Wirtschaftssystems. Das Leben lässt sich nicht zu 100 Prozent planen und versichern. Die Nachrichten und Werbung gaukelt uns da etwas vor. Also besser nicht hinhören! Bleib Deinem Weg treu! Herzliche Grüße Christian

  • Karl sagt:

    Hallo Stefan,
    vielen Dank für Deine Freitags Nachrichten. Sie sind immer sehr inspirierend und von positiven Gedanken geprägt. Ich lese sie sehr gerne. Gib Dir auch vollkommen recht, daß wir heute über alle möglichen Medien mit Nachrichten überhäuft werden. Überwiegend mit negativen, die lassen sich halt besser verkaufen.
    Aber ich glaube, wir sollten es auch beim Lesen von Nachrichten so halten, daß wir nicht nur das Negative aufnehmen, sondern auch das viele Positive was auf der Welt geschieht.
    Ich persönlich lese Nachrichten regelmäßig (Tageszeitung und Süddeutsche), weil mich interessiert was in der Welt passiert und ich aus vielen verschiedenen Themen lernen und mein Wissen erweitern kann.
    Vor allem wird mir beim Lesen von Nachrichten, die das Elend der Welt beschreiben bewußt, wie gut es mir hier geht. Wie frei wir sind, alles sagen und schreiben können, uns frei bewegen und entwickeln können. Wie Du ja auch schon geschrieben hast, zig-millionen Menschen wären froh, wenn es ihnen so gut ginge wie uns hier in Europa, speziell uns in Deutschland.
    Ja, um wieder auf die Nachrichten zu kommen. Mindestens eine Stunde wende ich fürs Lesen der Nachrichten schon auf. So bin ich ja auch mehr durch Zufall auf Deine lesenswerten Freitags Mails gekommen.
    Bin übrigens begeisterter Motorradfahrer und habe für heuer eine große Reise nach Zentralasien vor. Ob es jetzt angesichts der Coronaproblematik klappt ist ein großes ?
    Wünsche Dir weiterhin viele Ideen für Deine Freitags-Mail und schreib weiter, wenns Dir Freude macht.
    Ich danke dafür
    Karl

    • Stefan sagt:

      HI Karl,

      danke für deinen Kommentar.
      Ich glaube in Asien, umso weiter abseits der Zivilisation, desto sicherer bist du.
      Aber ja, ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es in den nächsten Monaten Schwierigkeiten mit Grenzübergängen geben wird. Und die werden wahrscheinlich schon innerhalb Europas auftreten.

      Viele Grüße
      Stefan

  • … das ist genau auch meine Erkenntnis. Zweieinhalb Jahre war ich mit dem Motorrad um die Welt gefahren. Sie war viel zu interessant, als dass ich noch irgendwelche Nachrichten lesen musste. Ich habe es nicht getan. Börsenkurse gingen drastisch rauf und runter, Prominente leisteten sich peinliche Dinge, Politiker leisteten sich Skandale, Bombenanschläge passierten … und von alledem wusste ich NICHTS. … und ich hatte nichts verpasst. Gar nichts. –

  • Arnulf sagt:

    Hallo Stefan,
    ich ertrage seit Jahren die Langeweile nicht mehr, die durch die Standardmedien verbreitet wird. Desinformation oder sogar gar keine Information ist das, was ich dort leider zu häufig bekomme.
    Ich habe noch keine Lösung gefunden, Fakt ist (vermutlich schon immer), dass es wichtig ist, aufmerksam und kritisch zu lesen und zu hören. Es reicht nicht zu konsumieren. Wer schriebt? Was wird zusätzlich transportiert, kann ich erkennen kann, warum jemand schreibt?
    Meinungsmache, Quote, Vorurteile bedienen und den Chefredakteur nicht verprellen oder Info?
    Ist heutzutage sehr viel wichtiger als früher, denke ich.
    Arnulf
    PS In Russland gibt es übrigens keine Millionäre, in den USA schon. Dafür gibt es in Russland Oligarchen, aber in den USA nicht – warum???

    • Stefan sagt:

      Hi Arnulf,
      in Russland hat mir mal jemand erklärt:
      „Überall auf der Welt stehen die Menschen unter Propaganda. Aber wir in Russland wissen es.“

      Da ist sicher etwas wahres dran

      Viele Grüße
      Stefan

  • Bernhard sagt:

    Im Prinzip Zustimmung. Nur um welche Nachrichten geht es?
    Eine informative Mitteilung ist auch eine Nachricht. Eine Nachricht, die zwar nicht gezielt erfragt aber in Form eines interessanten Beitrages einfach mal so mitgeteilt wird oder weil Interesse, gelesen oder geschaut wird, so wie auch deine Nachrichten, das kann man mal an sich ran lassen.
    Im Gegensatz zu News, also Infos, die aus kommerziellem Hintergrund einen nur ablenken oder besäuseln, das muss nicht sein. Auch so Nachrichten wie: Dieser Politiker hat gesagt und der hat gesagt. Oder Verkehrsunfall oder Einbruch irgendwo im Umfeld. Also der meiste Müll, der jeden Tag in Tageszeitungen oder Unterhaltungsnachrichten so verstreut wird.

    Zur Frage; ich höre gerne den Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Nova. Da gibt es interessante Informationen mit Hintergrundwissen, auch zu aktuellen Ereignissen und auch so manche Themen, die es wert sind mal anzuhören. Auch zum Nachhören aus der Mediathek.
    Da gibt es Berichte oder Beiträge, ähnlich wie ein gutes Buch, und somit Informationen oder Nachrichten, die mich bewegen. Die Suche und höre ich gezielt an. Die ziehen mich nicht runter sondern erweitern meinen Horizont und bewegen mich zum Nachdenken, geben positive Impulse.
    Manchmal reicht auch die Erkenntnis oder Einsicht, dass es einen gut geht und das das Glas halb voll ist.

    • Stefan sagt:

      HI Bernhard,

      vielen dank für den Tipp! Da werde ich auf jeden Fall mal reinhören.
      Ich habe früher als ich noch einen normalen Job hatte gerne Deutschland Radio Kultur während der Autofahrt gehört und genossen.

      Viele Grüße
      Stefan

  • Thomas Girod sagt:

    Lieber Stefan! Vielen Dank für deine Freitags Mails. Besonders für diese. Die waren immer schon sehr gut, aber diese freitags E-Mails war die bisher beste. Ich stimme dir voll und ganz zu. Bei unserer einjährigen Afrikareise haben wir nur wenig Nachrichten konsumiert. Dadurch aber fast nichts verpasst. Eigentlich gar nichts. Also: volle Zustimmung! Viele Grüße von Thomas und Dagmar

    • Stefan sagt:

      Hi Thomas,
      da bin ich bei dir. Auf Reisen wird es am deutlichsten. Während man weg war, ist die Welt mindestens 3 Mal untergegangen…

      Viele Grüße
      Stefan

  • Caro sagt:

    Hi Stefan,

    ich konnte meinen Augen nicht trauen als ich deinen Artikel gesehen habe. Du sprichst mir aus dem Herzen bei diesem Thema.

    Unglaublich wie oft und regelmäßig ich mich dafür rechtfertige, dass ich keine Zeitung lese und keine Nachrichten schaue.
    Ich selbst kann es überhaupt nicht leiden diese gefärbten, übertriebenen und einseitigen Einschätzungen der Welt zu lesen/sehen. Danach habe ich regelmäßg das Gefühl den Glauben an die Menschheit zu verlieren. Dabei möchte ich an die Menschlichkeit in jedem von uns glauben. Wie sonst soll man die Kraft haben Dinge zu verbessern, wenn nicht mit dem Vertrauensvorsprung an die Menschheit?

    Ich bin genauso wie du eher Jemand, der die Welt gern durchs Reisen selbst erfährt. Dein Beispiel Buschfeuer ist gut gewählt. Zu der Zeit bin ich gerade selbst für einige Monate Australiens Ostküste entlang gereist. Und natürlich bin ich der Meinung diese Problematik damit anders wahrgenommen zu haben.

    Wie auch immer. Mein Hauptproblem sind Menschen, die alles aus den Nachrichten nachplappern und diese dann als Tatsachen darstellen. Im schlimmsten Fall sind dies auch solche Menschen, die von „ihrer“ nachgeplapperten Meinung maximal überzeugt sind und sie dann auf drastischem Wege äußern und keinen anderen Input zulassen.

    Daher frage ich mich genauso wie du, wie man die Welt und ihre Geschehnisse wohl am wahrhaftigsten begreifen kann. Reisen, mit Menschen reden und möglichst objektive Informationskanäle zu finden sind ein guter Anfang. Auf der anderen Seite sich eingestehen „ich weiß, dass nich nichts weiß“, ist bestimmt auch nicht verkehrt.

    Ich danke dir auf jeden Fall für diesen Beitrag. Du hast es damit geschafft, dass ich mich etwas weniger schuldig (fürs Nicht-Lesen der Nachrichten) und allein mit diesen Ansichten fühle. 😉

    Beste Grüße,
    Caro

    PS: Motorrad-Zeit beginnt wieder. Hast du deine Maschine schon ausgepackt? 😀

    • Caro sagt:

      ups… das ist ja viel Text geworden… ^^‘
      Entschuldige die Ausschweifung, aber dein Beitrag hat mich einfach ins Herz getroffen.

    • Stefan sagt:

      Haha, ich kenne das Gefühl nur zu gut, wenn jemand über aktuelles Tagesgeschehen sprechen möchte und ich nur mit den Schultern zucken kann 🙂

      Motorrad ist noch eingemottet. Bin noch bis Ende des Monats in Australien, sofern der Flug stattfindest

      Viele Grüße
      Stefan

  • Georg Weltin sagt:

    Lieber Stefan!
    Wow! Welch Wohltat, Deinen Text zu lesen! Einfach alles wahr.
    Seit 2015 lese und schau ich keine Nachrichten mehr.
    Fernseher hab ich seit 20 Jahren keinen, wozu auch? Gibt ja Internet, und Beamer.
    Wir haben die Wahl, wo wir welche Informationen aufnehmen.
    Ich heb ja auch nicht alles von der Straße auf, und steck es einfach in den Mund.
    Genau gleich seh ich das mit Informationen und meinem Geist.
    Zu den Info-Quellen: Derzeit die Seite des Innenministeriums. Einmal täglich. Das reicht.
    Liebe Grüße,
    Georg

  • Uli sagt:

    Hi Stefan,

    Du fragst „Wo gibt es qualitativ hochwertigen Journalismus?“
    Ich hab mich vor einiger Zeit entschlossen, die [url=https://krautreporter.de/]KRAUTREPORTER[/url] zu unterstützen. Nach meinem Empfinden idR gut recherchiert und neutral dargestellt, beides gleich wichtig. Vor allem wird man da nicht mit dem Nachrichtenschrott zugemüllt, von dem Du berichtest.

  • Sonja sagt:

    Hallo Stefan,

    vielen lieben Dank für deine Freitagsmail.

    Ja, Nachrichten werfen ein schlimmes Bild auf diese ach so böse Welt.

    Dabei ist diese Welt so wunderbar, voller Wunder und voller Einzigartigkeit.

    Dies vergisst man sehr schnell. Anstatt miteinander zu leben, leben die Menschen nebeneinander her.

    Ich wohne in Frankreich, in einem kleinen Dorf und es ist wunderschön hier. Die Menschen sind so liebevoll und herzlich. Das kannte ich nur noch aus meiner Kindheit.

    Ein freundliches Miteinander, wie ich es aus Deutschland schon lange nicht mehr kenne.

    Selbst jetzt in Zeiten von Corona, wendet sich hier keiner ab. Jeder ist für den Anderen da.

    Und mal ehrlich, was gibt es Schöneres auf der Welt als das.

    Die meisten Menschen vergessen diese wunderschönen Kleinigkeiten, die doch so wichtig im Leben sind.

    Was nützt ein volles Bankkonto, wenn man außer der Arbeit nichts vom Leben hat.

    Was wirklich wichtig ist, haben die Meisten schon längst vergessen.

    Gesundheit, Leben, Lachen, lieben…Familie…das sind doch die wichtigsten Dinge im Leben.

    Danke, dass du vielen Menschen mit deiner positiven Einstellung zum Leben dabei hilfst, sich auf das wirklich Wesentliche zu besinnen.

    …du sprichst mir aus der Seele…denn ich bin für andere eine Querdenkerin, weil ich die Welt immer so positiv sehe und anders denke sowie auch handle.

    Liebe Grüße aus Frankreich

  • Heiko sagt:

    Hallo Stefan,
    ich bekomme deine Freitagsmail heute das erste Mal.
    Witzigerweise habe ich heute für mich entschieden, mein Smartphone heute aus zu lassen.
    Ich bin eh schon ein gemäßigter Nutzer, aber selbst wenn ich die Nachrichten vermeide, schicken mir meine wenigen Whatsapp-Kontakte ständig etwas, das mit Corona zu tun hat. Ob lustig oder ernst, es bleibt Corona. Daher bleibt das Ding heute mal aus und ich merke heute schon, wie viel entspannter ich bin.
    Ich versuche hochwertige und neutrale Informationen zu bekommen. Aber egal ob neutral oder nicht, sie beschäftigen dich mit Problemen.
    Einzige Ausnahme: Fridays for future. Die Berichterstattung dazu macht mir Mut.
    Zu deiner Frage nach Qualitätsjournalismus kann ich nur nach Bauchgefühl was beisteuern: hier in München höre ich Bayern 2 und Bayern 5, wobei ich hier auch schon manchmal den Eindruck gewinne, dass mit Prozentangaben statt absoluten Zahlen gerne Stimmung erzeugt wird (Bsp.: Langzeitarbeitslosenzahlen, Flüchtlingszahlen).
    Von den staatlichen Medien in Österreich habe ich ein besseres Bild. Die scheinen mir neutraler in Bezug auf Berichterstattung.
    Wie gesagt, Bauchgefühl und keine Belege dazu.

    Ich wünsche dir und allen Lesern mehr entspannte Zeit und freue mich auf nächsten Freitag!
    In diesem Sinne, Haltung bewahren und positiv denken!

    • Günter sagt:

      Hallo Heiko.
      Du schreibst: „Ich versuche hochwertige und neutrale Informationen zu bekommen. Aber egal ob neutral oder nicht, sie beschäftigen dich mit Problemen. Einzige Ausnahme: Fridays for future.“
      Ich habe durchaus Sympathien für Fridays for future, aber „hochwertige und neutrale“ Informationen ausschließlich durch diesen Informationsanbieter !!!???
      LG

    • Stefan sagt:

      Prozentangaben statt Absoluter Zahlen – Das ist ein gutes Beispiel wie Nachrichten dramatisiert werden.

  • Simone sagt:

    Vor knapp einem Jahr ging mein Fernseher kaputt und bis ich die Zeit hatte, mich endlich nach einem neuen umzuschauen, fiel mir auf, dass ich den Fernseher überhaupt nicht vermisse. Also habe ich nach wie vor keinen neuen. Bzgl. Nachrichten mag ich diese Seite hier ganz gerne: https://nur-positive-nachrichten.de

  • Günter sagt:

    Hallo Stefan,

    damit du dich Morgen nicht wunderst ! Kretschmann (dein MP, falls du es noch nicht gelesen/gehört hast 🙂 ) reagiert: Neue Einschränkungen in Baden-Württemberg 20.03.2020, 14:52 Uhr

    Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann hat schärfere Einschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus angekündigt: Zusammenkünfte auf öffentlichen Plätzen von Gruppen sind verboten. Es dürfen sich maximal noch drei Personen versammeln. Durchreisen von Personen aus Corona-Risikogebieten sind untersagt. Alle Restaurants und Gaststätten werden ab Samstag geschlossen. Sie dürfen nur noch Essen zum Mitnehmen verkaufen. Viele Menschen befolgten schon die empfohlenen Beschränkungen. „Aber es sind zu viele, die sich nicht daran halten“, sagt Kretschmann.

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