Life Update

Hallo Freunde des guten Lebens!

Ich möchte ein kurzes Update geben und erzählen was seit Good Bye Lehmann und der letzten Freitagsmail passiert ist.

Das Buch ist Ende 2017 erschienen und die meisten Leser meiner Freitagsmail kennen mich aus dem Buch und der verknüpften Reise.

Ich habe die Motorradstiefel an den Nagel gehängt. Vor kurzem habe ich sogar mein Motorrad "Smetana" verkauft.

Verrückt, ich weiß.

Aber ein neues Kapitel steht an, dazu gleich mehr.

Der Job nach dem Buch und das gute Leben

Der Untertitel meines Buches war "Auf der Suche nach dem guten Leben".

Das Buch zu schreiben war mit Abstand das Beste was ich bisher in meinem Leben gemacht habe.

Es hat mir Zeit und Raum gegeben um nicht nur über die Reise, sondern über mein Leben zu reflektieren. 

Das Buch war zwar vordergründig über eine Motorradreise, aber mein Hauptanliegen war es zu erforschen:

Kann ich mir ein Leben erschaffen, dass mich zufrieden macht, auch wenn ich nicht reise.

Meine Antwort ist ja.

Mein größter Fehler war es meine Erfüllung im Job zu suchen. Weil mich meine Jobs nicht erfüllt haben, habe ich Erfüllung und Ablenkung auf Reisen gesucht.

Reisen ist klasse. Genauso wie ein kaltes Bier an einem heißen Tag klasse ist, aber in beiden Fällen sorgt die Dosierung für Nebenwirkungen. Wer ständig reist, kann sich nichts aufbauen.

Das Ziel muss es sein ein Leben zu führen, von dem man nicht flüchten muss. 

Ich habe mich nach Reise und Buch selbstständig gemacht. Dabei habe ich meine Online Marketing Skills benutzt um kleinen Unternehmen zu helfen mehr Geld zu verdienen.

Das ist nicht erfüllend, aber es ist nützlich und schafft Mehrwert.
Und das ist mittlerweile gut genug für mich. Ich habe Abschied genommen von dem Anspruch mit meiner Arbeit die Welt verändern zu wollen.

Das Wichtigste was mein Job mir bieten muss ist ist freie Zeit Einteilung und Autonomie.

Ich kann machen was ich will, wann ich es will. Das geht nur als Selbstständiger und ich bin unendlich dankbar, dass es funktioniert hat. 

Denn so bleibt Zeit für die Dinge, die wirklich Erfüllung bringen:
Zeit in der Natur, mit Freunden und der Familie, Lernen, Bewegung und vor allem: Auch wieder regelmäßig zu schreiben. 

Und was ist aus Naomi geworden?

Das Buch hatte für uns kein Happy End; das Leben hingegen schon. 

Ich habe Naomi nachdem das Buch veröffentlicht war nach Thailand eingeladen. Das war der Startschuss für uns. Es war alles andere als einfach eine Beziehung aufzubauen, wenn man auf zwei verschiedenen Kontinenten lebt. Aber es hat funktioniert.

Aber ich habe gelernt, dass es wertvoll ist Schwierigkeiten zu überwinden.
Es macht es besonders und es erschafft eine Geschichte. Es zeigt zu was man gemeinsam fähig ist und gibt eine starke Basis. 

Und dann kam Covid

Als Covid ausbrach war ich gerade in Australien, unsere Beziehung hat gerade Fahrt aufgenommen, ich habe gerade die meisten meiner Online Marketing Kunden gekündigt, weil ich mich auf Schulungsanbieter konzentrieren wollte, die Vor-Ort Schulungen anbieten.

Kein Guter Cocktail.

Ich habe den Blog und die Freitagsmail über Board geworfen, alles Geld zusammengekratzt und versucht zusammen zu halten und bin irgendwie zurück nach Deutschland gekommen. 

Naomi und ich haben uns 7 Monate lang nicht sehen können. Ich wollte eigentlich wieder nach Australien, aber durfte nicht. Als diese Pandemie keine Ende nehmen wollte, kam Naomi nach Deutschland. Eigentlich für drei Monate, jetzt sind es schon drei Jahre.

Sie hat es knapp ein Jahr in der schwäbischen Provinz ausgehalten, bevor sie sich die Haare ausgerupft hat.

Das war nicht so schön und daher haben wir einen Camper gekauft und waren die letzten 2 Jahre größtenteils unterwegs

Neues Kapitel: Australien

Tja, aber wir wollen nach wie vor eigentlich nach Australien. Deswegen habe ich mein Motorrad verkauft.

Es ist nur ein kleines Problem hinzugekommen.

Im Oktober 2022 haben wir einen verwaisten Welpen in Griechenland gefunden und konnten sie nicht zurücklassen.

Sich in Australien ein Leben aufzubauen ist schwierig, aber das Ganze mit einem Hund? Das ist noch mal 300% schwieriger

Aber Schwierigkeiten zu überwinden, dass ist vielleicht eine Zutat zum guten Leben, die man gerne vergisst.

Man schätzt Dinge viel mehr, wenn man dafür kämpfen muss. In einer Gesellschaft in der alles nur einen Klick entfernt ist, verlernen wir wie es sich anfühlt für etwas hart zu arbeiten. 

Hast du Fragen

Die nächsten Monate werden wir in Griechenland verbringen, bevor es hoffentlich im Juni / Juli 2023 nach Australien geht.

Das war eine sehr kurze Zusammenfassung was in den letzten Jahren passiert ist. Wenn du Fragen hast, dann hau sie in die Kommentare!



  • Hallo Stefan, schön mal wieder von dir zu lesen.
    Es freut mich sehr, dass Naomi und du glücklich miteinander seid.
    Ja, einen verwaisten Hundewelpen in Griechenland zu finden ist nicht schwer. Auch ich habe vor 13 Jahren einen Welpen mit nach Deutschland genommen. Was das Reisen und die persönliche Freiheit natürlich sehr eingeschränkt hat.
    Ich fahre noch Motorrad und werde mir nächstes Jahr eine dreiwöchige Fahrt durch die Rocky Mountains gönnen. Es ist eine geführte Tour, aber macht mit Sicherheit trotzdem Spaß.
    Ich bin meinen Kalender durchgegangen und habe mir die positiv und negativ Liste gemacht. Negativ waren meistens die Dinge auf die ich keinen Einfluss hatte. Wie zum Beispiel Arzt Termine und solche Dinge die eben sein müssen. Es ist auch nicht einfach diese Dinge im neuen Jahr zu reduzieren. Meine Mutter ist dement und ich kann die Verantwortung nicht auf andere abschieben.
    Es gibt so vieles das mich daran hindert ein Leben zu führen dass mich glücklicher macht.
    Ich würde liebend gerne auswandern, aber die finanzielle Situation und die Verantwortung für meine Eltern hindern mich daran.
    Wenn man jung ist kann man sich viele Träume erfüllen. Ich werde dieses Jahr 60 Jahre alt und die Zeit läuft mir davon.
    Aber ich versuche ein mögliches gutes Leben zu führen, mit den Möglichkeiten die ich habe.
    Vielen lieben Dank für die Freitagsmail, die mich wieder dazu inspiriert, noch mehr Freiheiten und schöne Erlebnisse die glücklich machen für mich heraus zu holen.
    Kommt gut ins neue Jahr,
    liebe Grüße, Regina 😊

    • Hi Regina,
      danke für deinen freundlichen Beitrag, es freut mich sehr von dir zu lesen!

      Die Pflege deiner Mutter mag eine Last sein, aber es ist das Richtige und du kannst stolz auf dich sein, dass du das übernimmst.

      Ich habe einen Nachbarn hier, der schwer krebskrank ist. Er war mehrmals im Krankenhaus und man hat nicht mehr damit gerechnet, dass er zurückkommt.

      Jetzt durfte er doch nochmal ein Weihnachten erleben und war: allein.

      Niemand der vorbei gekommen ist. Niemand der sich kümmert. Ich weiß, dass er Familie hat, aber ich kenne nicht die Umstände, weiß nicht wo sie leben und will auch nicht urteilen.
      Fakt ist: Viele Tage wird er nicht mehr haben und er ist allein.

      Wir leben in einer Gesellschaft, die persönliche Freiheiten feiert und ich tue in gewisser Weise meinen Teil dazu. Aber wir vergessen worauf es wirklich ankommt. Und das ist es für einander dazu sein.

      Du bist für deine Mama da und du kannst extrem stolz auf dich sein. Ich bin es auf jeden Fall und freue mich dass es Menschen wie dich gibt.

      Ich wünsche dir ein tolles neues Jahr und eine tolle Zeit in den Rocky Mountains!

  • Hallo, Stefan!

    Habe mich riesig gefreut, mal wieder von Dir zu lesen, nachdem die Freitagsmail auf einmal tot war.

    Klasse, wie es sich für Dich/ euch entwickelt hat. Als ich Dein Buch gelesen habe, war ich – wenn ich mich recht erinnere – auch noch nicht selbstständig. Inzwischen bin ich das aber als Online Marketer mit Schwerpunkt Social Recruiting. Es gibt also Parallelen zwischen uns (außer der ausgegebenen Leidenschaft fürs Motorradfahren und ein Faible für Australien).

    Mach’s gut und schreib öfters!

    Herzliche Grüße

    Jochen (nicht verwandt mit der vorherigen Kommentatorin)

    • Hello Jochen mein alter Freund 🙂

      Immer wenn ich Menschen sehe, die ich lange nicht mehr gesehen habe bin ich neugierig was sich getan hat.

      Oftmals tut sich herzlich wenig, was wirklich schade ist.

      Schön, dass du den Schritt in die Selbstständigkeit gegangen bist. Ich hoffe es läuft gut für dich.

      Viele Grüße und ich werde oft schreiben 😉
      Stefan

  • Hallo Stefan,
    tatsächlich hatte ich mich kürzlich, vor ein paar Tagen erst, gefragt, was du wohl machst. Im Winter lese ich alle möglichen Bücher über Fernreisen und mutige Menschen, die das machen, wonach ich mich sehne. Dein Buch war eines der ersten, das ich in die Finger bekam.
    Gerade lese ich auch wieder ein tolles Buch und habe auch an dich gedacht.
    Danke für deine Mail und das Teilen. Alles Gute euch!
    Stephanie

    • Hi Stephanie,

      danke für deine Nachricht.
      Welches Buch ist es denn?

      Ich folge zur Zeit dem „Hardest Geezer“ auf Youtube und Instagram. Er RENNT durch Afrika. Unglaubliches Projekt.

      • Hallo Stefan,
        beeindruckend!!!
        Ich lese „einfach abgefahren“ von Margot Flügel-Anhalt. Ich habe letztes Jahr die beiden Filme gesehen,… im ersten „Über Grenzen“ fährt sie mit einer 125er nach Osten und im zweiten Film mit einem alten Benz bis Vietnam. Es gibt nun auch noch einen dritten neuen Film.
        In den dunklen kalten Monaten lese ich sehr viel und füttere meine Sehnsucht…. ich habe schon so viele schöne Bücher entdeckt.
        Wie gesagt, deine war eines der ersten, danach war ich infiziert 😉

        Liebe Grüße
        Stephanie

  • Servus Stefan,
    freut mich sehr wieder mal was von dir zu lesen!
    Dein Buch ist der absolute Knaller und seit dem ich es gelesen habe schaue ich hin und wieder auf deine Homepage.
    Freue mich auf zukünftige News und wünsch dir alles erdenklich Gute!
    Achja: vielen Dank für die Freitags-Newsletter!
    Beste Grüße aus Niederbayern,
    Andi

  • Schön wieder von Dir zu lesen!

    Hab mich zwar erst gewundert (hatte Dich gar nicht mehr auf dem Schirm) als auf einmal die Freitagsmail wieder kam aber dann echt darüber gefreut – auch über den happy Weitergang eurer Geschichte.

    Seid ihr inzwischen in Australien?

    PS: Ich hab dein Buch vor ein paar Jahren im Urlaub gelesen und fand es toll und Mega interessant.
    Übrigens witzig wie das Leben so spielt: Du musstest nach Australien reisen um dein Glück zu finden – ich hab mein Glück in Denkendorf gefunden 😆
    (bin seit über 5 Jahren mit meiner Freundin glücklich und die wohnt in Denkendorf)

    • Denkendorf ist logisitsch auf jeden Fall deutlich einfacher 🙂

      Noch nicht, aber wir sind drauf und dran. Ende Juni sollte es los gehen. Drück uns die Daumen!

      • Ich drück euch voll die Daumen!
        Mir ist übrigens gerade aufgefallen, dass Du meine große Liebe (aus Denkendorf) zumindest vom sehen kennen müsstest, sie hat ein Fotostudio direkt neben eurer Adresse: Fotostudio Ruf
        So klein ist die Welt… 😉

  • Hallo Stefan, ich hatte mich schon gewundert, warum die Freitag Emails auf einmal wieder kamen! Vor allem weil ich dann dachte „Hey, warum habe ich diese tollen Freitags Emails so lange nicht bekommen“. Ich zitiere nun Freitags morgens beim Frühstück immer daraus für meine Frau.
    Nachdem ich nun Deine Story hier im Blog gelesen habe weiß ich den Grund! Ich wünsche Dir und Naomi für die Zukunft alles Gute!
    Dein Bruder im Geiste
    Tom von http://www.go-to-africa.de

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