5 Ted Talks, die mein Leben verändert haben

Experten aus den verschiedensten Gebieten halten Impulsvorträge zu Ihren Forschungen, Entdeckungen und Ideen, um die restliche Welt daran teilhaben zu lassen. 

Hört sich zu gut an, um wahr zu sein? Ist es nicht. Es gibt genau dieses Format: Ted Talks.

Ich habe viele Stunden mit Ted Talks verbracht und keine Minute bereut. Ted Talks sind auch ein guter Weg um lesenwerte Bücher zu finden.

Und ich weiß, der Titel ist eine Ansage - aber - es ist wahr. 

Die folgenden Talks haben mein Leben verändert, neue Ansichten gegeben oder waren ein benötigter Realitätscheck. 

Neugierig?
Dann auf geht's!

Vorab:
 
Die Vorträge sind allesamt auf Englisch. Allerdings kannst du die Untertitel auf Deutsch einstellen, in dem du im Videoplayer unten rechts auf die Sprechblase klickst.  

Louie Schwartzberg: Nature. Beauty. Gratitude.

Um was geht es?
Louis Schwartzberg ist ein bekannter Dokumentarfilmer und produziert u.a. wunderschöne Zeitrafferaufnahmen. In seinem Vortrag zeigt er genau diese Aufnahmen. Die Magie kommt von der wunderschönen Dankbarkeitsmeditation des Mönches David Steindl-Rast, die hinterlegt ist.

Wenn du dir heute nur eine Sache anschaust, lass es dieses Video sein!

Was hat es für mich gemacht?
Ich habe dieses Video zum ersten Mal in meinem Zelt geschaut, als ich durch Australien gereist bin. Und mir ging es miserabel! Gebrochenes Herz und so. Und ich schaute mir dieses Video an und - verdammt - es gibt so vieles wofür man dankbar sein kann! Dankbar sein muss! 

Wer meine 10 Tages Challenge gemacht hat kennt diese Meditation schon 😉

What makes a good life? Lessons from the longest study on happiness

Um was geht es?

In seinem Ted Talk spricht Robert Waldinger über seine Forschung. Er ist der Direktor der wahrscheinlich längsten Studie über das gute Leben. Über 75 Jahre begleitete die Harvard University 724 Männer durch ihr Leben. Alle 2 Jahre bekamen sie Fragebögen. Die Erkenntnisse? 

Beziehungen.

Gute Beziehungen sind nach Herrn Waldinger das Elixier für ein gutes, glückliches und gesundes Leben!

Was hat es für mich gemacht?

Ich habe viel zu oft Zeit mit Freunden und Familie für Arbeit geopfert. Aber für was? Wozu ist es am Ende gut?

Dieser Ted Talk ist ein verdammt guter Realitätscheck für alle Workaholics!

My Philosophie for a happy life | Sam Berns

Um was geht es?

Sam ist 17 und leidet unter dem seltenen Gendeffekt Progerie. Es ist eine Krankheit die für überschnelles Altern sorgt. Die meisten Betroffenen werden gerade einmal 14 Jahre alt.

Sam hält das nicht auf. Und in seinem TED Talk erklärt er uns seine Philosophie für ein glückliches Leben.

Was hat es für mich gemacht?

Was es wahrscheinlich für jeden macht, der sich diesen Vortrag anschaut: Es rückt die eigenen "Probleme" in ein anderes Licht. 

Inside the mind of a master procrastinator | Tim Urban

Um was geht es?
Wer kennt sie nicht? Die gute alte Aufschieberitis. Dieser Ted Talk ist nicht nur informativ sondern auch verdammt witzig! Tim Urban erklärt warum es prokrastiniert und was in seinem Hirn vorgeht anhand von "höchst wissenschaftlichen" Brain Scans.

Was hat es für mich gemacht?

Hätte ich diesen Talk nicht gesehen, dann hätte ich mein Buch wahrscheinlich niemals fertig geschrieben.

The Art of Asking | Amanda Palmer

Um was geht es?

Amanda Palmer startete als Straßenkünstlerin und ist mittlerweile "crowdfinanzierte" Musikerin. Das bedeutet sie hat keinen Plattenvertrag. Braucht sie auch nicht, denn mit ihrer Crowdfunding Kampagne hat sie über eine Millionen Dollar eingenommen.

Das war 2011. Eine Zeit in der CDs gebrannt wurden und Musik aus dem Netz heruntergeladen wurde.

Wie hat sie es geschafft?
Sie hat gefragt. 

Was hat es für mich gemacht?
Wahrscheinlich hätte ich meine Crowdfunding Kampagne niemals veröffentlicht, hätte ich diesen Vortrag nicht gesehen. 

Andere Menschen um Hilfe fragen ist unangenehm. Super unangenehm. Und irgendwie auch peinlich.

Aber ich habe mich getraut und die Erfahrung Unterstützung zu erfahren für mein Herzensprojekt war eine der schönsten in meinem Leben!

Danke nochmal 🙂

Mehr Talks?

Ich könnte wahrscheinlich 100 Vorträge aufführen. Hier noch ein paar weitere, falls ihr nicht genug bekommen könnt, was ich hoffe 🙂

My Stroke of insight | Jill Bolte Taylor
Die Neurologin Jill Bolte Taylor erleidet einen Schlaganfall und erklärt was es in ihr ausgelöst hat. Unglaublich interessant!

Sleep is your superpower | Matt Walker
Nach diesem Vortrag wirst du deinen Schlaf priorisieren. Der Vortrag hat übrigens meiner Meinung nach die beste "opening line" aller Zeiten 🙂 

How great leaders inspire action | Simon Sinek
Must see für Führungskräfte - egal ob im Job oder der Familie.

The surprising science of happiness | Dan Gilbert
Wie uns unser Gehirn an der Nase herumführt wenn es um Ziele, Lebensplanung und Glück geht. Verdammt gut. Dan Gilberts Buch "stumbling on happiness" ist eines meiner Lieblingsbücher

This is what happens when you reply to spam email
Einfach witzig 🙂 

Welcher Vortrag hat dir am besten gefallen?
Kannst du mir einen Ted Talk empfehlen?

Ab damit in die Kommentare!

Kostenlose* 10 Tage Challenge:
Lerne zu genießen was du hast

*Du meldest dich zu meinem Newsletter an. Aber der ist Klasse und verändert vielleicht dein Leben. Du kannst dich jederzeit abmelden.

  • Fabian sagt:

    Danke für den Hinweis! Mir waren die Ted-Talks noch gar nicht bekannt, aber da findet man echt interessante Vorträge, die neue Ansichten bringen. Ich habe bisher vier Vorträge gesehen und ebenfalls noch keine Minute bereut.

    Am besten hat mir ein Vortrag gefallen, der in deinem Eintrag nicht auftaucht: „Do schools kill creativity?“. Du hattest es hier in einem anderen Eintrag schon angedeutet, aber dieser Vortag hat mir so richtig die Augen geöffnet, wie sehr unser Schulsystem darauf ausgelegt ist, nützliche Arbeitnehmer für die Wirtschaft zu produzieren. Kreativität wird nicht gefördert, vielleicht sogar unterdrückt. Der Vortrag hat zu recht die meisten Aufrufe!

    Die Vortrag zur Prokrastination ist auch großartig. Total unterhaltsam und informativ. Auch die Bilder, die er wählt, sind super.

    „The surprising science of happiness“ kannte ich anderer Form aus dem Themenbereich der Entscheidungsfindung schon. Dort trifft man eine Entscheidung und sucht sich dann die Argumente, um seine Entscheidung im Nachhinein zu rechtfertigen. Eigentlich hat man aber nicht rational entschieden, sondern aus dem Bauch heraus und legt es sich dann durch die richtigen Argumente zurecht. Synthetic happiness geht da in eine ähnliche Richtung.

    Abschließend noch ein Wort zu der Langzeitstudie zum Glücklich sein. Es ist ja schon mehrfach erforscht worden, dass Geld alleine nicht glücklich macht. Die Erkenntnis, dass in Wahrheit Beziehungen wichtiger sind, ist nicht neu. Vermutlich hätte ich mit 18 oder 19 Jahren aber auch geantwortet, dass mir Reichtum im späteren Leben wichtig ist, so wie es die Probanden aus der Studie taten. Vielleicht ist hier auch die Schule etwas Schuld, die in erster Linie auf Leistung ausgerichtet ist. Bei mir stellte sich jedenfalls erst im weiteren Leben die Erkenntnis ein, dass es auf viel mehr ankommt, als auf die bloße Anhäufung und Reproduktion von Wissen.
    Was mir aber an dem Vortrag nicht gefiel: Mir ist das etwas zu schwarz/weiß. Mich hätte mal interessiert, welche Rolle Geld beim Glücklich sein hat. Es ist nicht alles, aber eine sichere, sorgenfreie finanzielle Absicherung hat m.E. für eine glückliche Lebensführung auch eine Bedeutung – zumindest in unserer Gesellschaft. Oder ist das vielleicht gar nicht mehr wichtig, wenn man sein wahres Glück gefunden hat? Das hat der Vortragende leider nicht betrachtet, er ging nur auf die Beziehungen ein. Da würde mich mal deine Meinung und auch der anderen hier interessieren.

  • >