WAS WIR VON DER CORONA-KRISE ÜBER das gute leben LERNEN KÖNNEN

Die Pandemie ist da und geht auch nicht so schnell weg. Soziale Distanzierung ist ein umständlicher Begriff, für eine Maßnahme, die hoffentlich unser Gesundheitssystem retten, aber uns mächtig auf die Nerven gehen wird. Und auch unseren Geldbeutel werden nicht verschont werden.

Heute sprechen wir darüber, wie wir uns richtig verhalten können beziehungsweise was die richtige Antwort auf diese Krise ist und was sie uns über das gute Leben lehrt.

Vorab: Wie funktioniert soziale Distanzierung?

Soziale Distanzierung ist wie das Aspirin gegen Kopfschmerzen, wenn es zu Pandemien kommt. Aber wie funktioniert soziale Distanzierung überhaupt?

Es bedeutet: Alle Kontakte mit anderen Menschen (außer die in deinem Haushalt) zu vermeiden. Auch mit deinen Eltern. Läuft man sich doch über den Weg sollen mindestens 2 Meter Abstand gehalten werden. 

Soziale Distanznahme bedeutet nicht:

  1. Nicht raus zu gehen.
  2. Keinen Sport zu machen.
  3. Nur abgepackte Nudeln und Dosenravioli zu essen, als ob wir in World War Z oder The Walking Dead leben.

Soziale Distanzierung ist ausweglos.... Oder?

Für alle Skeptiker hat unser Freund und Nachrichtensprecher Claus Kleber die Thematik in diesem Video sehr gut zusammen gefasst.

Kurz: Es geht nicht darum das Virus aufzuhalten. Es geht darum die Ausbreitung zu verlangsamen. Erkranken zu viele Menschen gleichzeitig, überlastet es unsere Krankenhäuser. Passiert das sterben:
A) mehr Menschen an dem Virus und
B) Mehr Menschen an anderen Krankheiten oder Unfällen.

Also #flatthecurve bzw. #strecktdiekurve ist angesagt.

Du bist nicht überzeugt? Hier 3 weitere Beispiele, warum wir alle mitmachen müssen.

Beispiel 1: Die spanische Grippe in St. Louis

1918 -1920 wütete weltweit die spanische Grippe. Damals sind 50.000.000 Menschen daran gestorben. Als sie in den USA ankam reagierten Städte unterschiedlich.


Während Philadelphia eine Straßenparade nicht absagen wollte und erst 2 Wochen nach dem ersten Fall Soziale Distanzierung einführte, handelte St Louis sofort. Der Unterschied:

St. Louis streckte die Kurve.

Lasst uns wie St. Louis 1918 sein!

Beispiel 2: Was nur ein Tag des Wartens bedeutet

Dieser Artikel ist der Beste, den ich bisher zur Corona Pandemie gefunden habe. Daraus ist auch die folgende Grafik, die zeigt welche Macht soziale Distanzierung hat:

Hier die Erklärung dazu:

"In diesem theoretischen Modell, das an Hubei angelehnt ist, führt nur ein Tag des Wartens zu einem Anstieg der Fälle um 40%! Hätten die Behörden in Hubei die Quarantäne am 22. statt am 23. Januar eingeleitet, hätten sie die Zahl der Fälle vielleicht um unglaubliche 20.000 reduziert."

Beispiel 3: Patient 31 - oder warum es von dir abhängt

Der ein oder andere mag denken: Was juckt mich Corona? Ich bin jung und stark und steck es weg. Oder vielleicht merkst du, dass du leichte Symptome hast und gehst ganz normal deinem Leben nach ohne dich zu isolieren?


So hat es Patient 31 in Südkorea gemacht. Und diese Geschichte ist Stoff für einen Film!


Südkorea hatte das Virus unter Kontrolle. Die ersten 30 Fälle wurden schnell identifiziert, isoliert und alle (!) Kontakte der Erkrankten getestet und ggf. isoliert.


Dann kam Patient 31. Diese eine Person steckte über 1.000 Menschen an. Wie? Sie ging zweimal in die Kirche. Allein dabei infizierten sich mindestens 1.200 Menschen mit dem Virus. Hier ist der Artikel dazu.

Dieses Video erklärt auch sehr schön wie wichtig es ist sich zu isolieren, auch wenn man sich nicht krank fühlt.

Die Nebenwirkungen...

...werden heftig werden. 
Ich merke es an meiner Selbstständigkeit schon jetzt. Vielen, vielen anderen Selbstständigen, aber auch angestellten wird es nicht anders gehen. Das ist eine Krise, die wirklich schlimm für die "Kleinen" ist.

Aber soziale Distanzierung ist die beste Option, die wir haben. Wir müssen da durch.

Was machen wir nun?


Bei den Politikern beschweren?
Auf die Chinesen schimpfen?
Klopapier hamstern?

Nicht auf diesem Blog!

Den Krisen bringen die wertvollsten Lektionen mit sich

Die richtige Antwort auf die Krise?

Ist auch ein wichtiger Schlüssel zum guten Leben.

Wir müssen lernen zu erkennen was in unserer Macht steht, also was wir kontrollieren können - und was nicht.

Es macht keinen Sinn sich mit Dingen zu beschäftigen, die wir nicht kontrollieren können. Das macht uns nur ängstlich und panisch und verleitet zu Klopapierhamsterkäufen. So helfen wir weder uns noch unseren Mitmenschen.

Wir können das Virus nicht kontrollieren und wir können die Maßnahmen nicht kontrollieren, die ergriffen werden.

Aber es liegt in unserer Macht wie wir auf diese Krise reagieren.

Wir können uns hängen lassen, Netflix leer schauen, das Internet hoch und runter surfen und uns stündlich neue Horrormeldungen in den Nachrichten ansehen. 

Oder  wir machen das was uns Menschen auszeichnet.
Wir passen uns an. Wir machen das beste aus den gegeben Umständen.

Und wir nutzen diese Zeit, um stärker aus dieser Krise herauszukommen, als wir hinein gegangen sind.

5 Dinge, die wir kontrollieren können

Dieses Konzept ist so wichtig, dass ich es nochmal aufgreife. 

Wer ein gutes Leben führen möchte, mit Corona Pandemie oder nicht, der muss lernen die Dinge zu erkennen, die er oder sie beeinflussen kann.

Wir können das Virus nicht beeinflussen. Wir können das Wetter nicht beeinflussen. Wir können die Anzahl der verfügbaren Atemschutzmasken nicht beeinflussen und auch nicht die Rettungsprogramme der Regierung.

Wir können aber...

1. Unseren Teil beitragen

Der ist recht einfach. Zuhause bleiben. Isolieren. Abschotten. Hände waschen. Die Situation ernst nehmen. 

2. Unsere Gesundheit priorisieren

Wenn die Bevölkerung informiert wäre würde der Ingwer ausgehen und nicht das Klopapier.

Wir müssen nicht warten bis uns das Virus dahin streckt. Wir können Gesundheit priorisieren. Wir können uns vorbereiten. Und wenn wir krank werden, dann wird es weniger schlimm verlaufen, weil wir stärker sind.

Ernährung

Wir können uns informieren über gesunde Lebensmittel und Grünkohl und Brokkoli essen und Ingwer und Kurkuma und Knoblauch. Und wir werden sehen wie gut uns das tut. Und irgendwann ist das Virus weg, aber die Lust auf gesunde Ernährung bleibt. Vielleicht. 🙂

Sport

Jetzt hast du hoffentlich die Zeit Sport zu machen. Und dafür brauchst du kein Fitnessstudio!

Mein Freund und Coach Tobi hat ein kostenloses 5 Wochen Trainingsprogramm zusammen gestellt. Das kannst du von Zuhause aus machen.

 >Hier geht's zum Programm<

Tobi versteht was er tut. Das hat er mit mir gemacht:

Frische Luft

Soziale Distanzierung heißt nicht in der Bude hocken! 

Ganz im Gegenteil, du sollst raus an die frische Luft und in die Sonne! Das kurbelt dein Immunsystem an und ist gut für deine Stimmung. 

Jetzt können wir endlich die vielen Wanderwege in unserer Nähe entdecken und sehen, wie schön Deutschland doch eigentlich ist.

3. Uns gegenseitig helfen.

Viele Menschen haben gerade Angst. Das ist in Ordnung. Das passiert in Zeiten wie diesen. Und Menschen, die Angst haben verhalten sich nicht immer logisch.

Es gibt genügend Leute in unserem Land, die zur Risikogruppe gehören. Würde es einen Virus geben, der 33jährige killt, ich würde mich sowas von verbarrikadieren und davor aber den Supermarkt leerkaufen. 

Es ist leicht zu verurteilen, wenn man selbst nicht in Gefahr läuft schwerwiegend krank zu werden. 

Deswegen: Habt Mitgefühl! Pandemien passieren nicht jeden Tag!

Was können wir für unsere Mitmenschen tun?

Ältere Nachbarn?
Frage sie ob du ihnen etwas vom Supermarkt mitbringen kannst. Jeder Trip ist für sie eine Gefahr 

Freunde im Gesundheitswesen?
Koche für sie mit! Du kannst ihnen das Essen vor die Tür stellen. Krankenschwestern und -Pfleger und Ärzte - sie sind die wahren Helden in dieser Krise. Lasst uns sie so behandeln.

4. Entscheiden wie wir unsere Zeit nutzen

Wir können vor der Glotze hängen oder dem Internet und uns eine Horrormeldung nach der nächsten reinziehen oder endlich mal wieder Freunde / Familie anrufen.

Und lesen! Füttere deinen Geist mit neuen Ideen und Konzepten. Hier sind 3 Bücher, die mein Leben verändert haben:

Das große Buch vom Schlaf

Danach denkst du nie wieder gleich über Schlafen. Jeder sollte wissen, welche enormen Auswirkungen es mit sich bringt zu wenig zu schlafen.
Zum Buch >

Awareness

War mein Highlight des Jahres 2019. Es ist irgendwo ein spirituelles Buch. Aber ohne Bullshit. Es hilft Dinge in Perspektive zu setzen. Gerade jetzt eine hervorragende Lektüre. Nur in Englisch.
Zum Buch >

Sapiens

Sapiens beschreibt die Geschichte des Menschen. Und es macht Spaß es zu lesen. Da wir als Spezies nicht immer das beste Verhalten an den Tag legen, ist es nicht immer angenehm zu lesen. Aber das Buch hat so viele Aha! Momente, dass man es einfach gelesen haben muss.
Zum Buch >

5. Ruhe bewahren und Ruhe ausstrahlen

Auch die Coronakrise wird vorbeigehen. 

Umso besser wir mit der Situation umgehen, desto eher lassen wir sie hinter uns. Schauen wir nach China und Südkorea, dann sehen wir, dass sich die Pandemie erfolgreich eindämmen lässt - wenn man sich strikt an die Maßgaben der sozialen Distanzierung hält.

Sei kein weiteres Sprachrohr für Angst und Panik.

Wie gehst du mit dieser Zeit um? Was sind deine Tipps? 

Lass es uns wissen in den Kommentaren!

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  • Günter sagt:

    Hi Stefan.
    Letzten Freitag schreibst du : „Halt dich fest, verschlucke dich nicht an deinem Kaffee: Ich lese keine Nachrichten. Ich schaue keine Nachrichten.
    Und das seit Jahren.“ Stimmt scheinbar doch nicht, oben schreibst du: „Für alle Skeptiker hat unser Freund und Nachrichtensprecher Claus Kleber die Thematik in diesem Video sehr gut zusammen gefasst.“ !!!
    LG

    • Caro sagt:

      oh wow… ist das alles, was bei dir von diesem Beitrag hängen geblieben ist? 😀

      Im übrigen schrieb Stefan glaube ich etwas davon, dass es reicht sich auch mal alle paar Tage und zu gegebenen Anlässen zu erkundigen. Man könnte die derzeitige Situation bestimmt als „Anlass“ wahrnehmen. 😉

    • Stefan sagt:

      Hi Günter,
      das Video hat es einfach gut erklärt.
      Viele Grüße
      Stefan

  • Caro sagt:

    Wie ich mit der Situation umgehe? Ich bin selbstständig und kann zum Glück teilweise von zu Hause aus arbeiten. Klar muss ich aber natürlich auch Abstriche machen bei den Aufträgen.

    Außerdem versuche ich soziale Kontakte zu meiden. Ich vermisse meine Lieben sehr, aber ich denke dabei gerade an sie. Wir haben Geburtstags-Parties gecancelled und Besuche vorerst ausgesetzt. Ich habe auch Immun-Schwache in meiner Familie, die das Virus nicht erreichen darf. Solche geliebten Menschen hat bestimmt Jeder.
    Wenn ich meinen Teil dazu beitragen kann, dass diese schlimme Phase so viele Menschen wie möglich überleben, dann tue ich das! Auch wenn ich mich einschränken muss. Das ist meiner Meinung nach das Mindeste.

    Und wie du schon schreibst: Man kann ja trotzdem raus. Man muss sich nicht zu Hause einschließen. Eine gepflegte Runde Motorrad-Fahren ist bei der Sonne auch schön. 🙂

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